Familie als Keimzelle der Gesellschaft

Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. Sie muss gehegt und gepflegt werden, damit unsere Gesellschaft gedeihen und wirtschaftlich sowie kulturell erblühen kann.

Thüringen braucht junge, ehrgeizige Menschen, um seine Zukunftsfähigkeit zu erhalten. Derzeit werden immer weniger Kinder geboren und seit Jahren zeichnet sich eine negative Migrationsdynamik ab, bei der Gering- und Nichtqualifizierte einwandern und hochqualifizierte Einheimische Deutschland verlassen. Unser Volk schrumpft und überaltert. Das führt auf Dauer zum Kollaps unserer Sozialsysteme, insbesondere des Rentensystems – betroffen sind vor allem wir, die junge Generation. Nach einem Leben in jahrzehntelanger Arbeit droht im Alter Armut. Wir wollen das verhindern, indem wir den Trend umkehren, Steuererleichterungen durch Familiensplitting und Absenkung der Verbrauchersteuern verwirklichen und die Negativzins- und Inflationspolitik der Europäischen Zentralbank im Zuge der „Eurorettung“ beenden, die Gehälter und Geldvermögen wegschmelzen lässt. Wir wollen erreichen, dass wieder deutlich mehr Kinder in Thüringen zur Welt kommen. Dazu bedarf es einer grundlegenden Wende in der Familienpolitik des Landes Thüringen und des Bundes. Wir brauchen eine Willkommenskultur für Un- und Neugeborene.

 

Wir wollen erreichen, dass vor allem kinderreiche Familien wieder mehr wertgeschätzt werden und erziehenden Müttern wie Vätern wieder mehr Anerkennung von der Politik entgegengebracht wird. Viele Menschen erfahren einen Teil ihrer Selbstverwirklichung vordergründig in der Erziehung und Begleitung ihrer Kinder sowie der Pflege ihrer Angehörigen. Diese Tatsache auszusprechen birgt heutzutage die große Gefahr, öffentlich als rückständig diffamiert zu werden. Vor allem Frauen, die ihr Leben selbstbestimmt nach Familie und Kindererziehung ausrichten, seien nach Ansicht des radikalen, marxistischen Feminismus geistig Gefangene des Patriarchats, die notfalls auch gegen ihren Willen aus ihren angeblichen Ketten befreit und zu ihrem angeblichen Glück gezwungen werden müssten. Das halten wir für falsch und gefährlich. Konservative Frauen werden nach dieser Denke praktisch für unzurechnungsfähig erklärt ihnen wird das Grundrecht auf Selbstbestimmtheit aberkannt. Deshalb werden wir diese Form des radikalen Feminismus bekämpfen. Wenn Frauen und Männer sich für ihre Familie und ihre Angehörigen aufopfern, verdienen sie dafür den Respekt und die Anerkennung der Gesellschaft. Ebenso wie diese Ehre den Frauen und Männern, die sich für ihren Beruf aufopfern und damit einen Beitrag für unsere Volkswirtschaft leisten, zuteilwerden sollte. Der Aufteilung der häuslichen Familienarbeit muss einzig die Verantwortung der jeweiligen Personen sein und nicht die des Staates. Echte Wahlfreiheit muss durch massive Steuersenkungen, eine angemessene Anrechnung der Erziehungsleistung auf die Rente und die Erhöhung von Pflegegeldern sichergestellt werden.

 

Wir wollen erreichen, dass die Loyalität zur eigenen Familie wieder einen höheren Stellenwert für die Menschen einnimmt, um den natürlichen Zusammenhalt der Familien zu stärken. Starke und gesunde Familienverbände, die ohne ideologisch begründete und übertriebene Staatseingriffe gedeihen, sind das beste soziale Sicherungssystem, geben dem Menschen eine durch den Staat nicht kompensierbare Nestwärme und bilden damit die Grundlge jedes Gemeinwesens.

Vor diesem Hintergrund lehnen wir etwa auch eine Erbschaftssteuer ab, weil sie es unattraktiv macht, über sein eigenes Leben hinaus Vermögenswerte, die an die Nachkommen weitergegeben werden, in harter Arbeit zu schaffen.

 

Derzeit beobachten wir, wie die altbewährten Familienstrukturen zunehmend auseinanderbrechen, besonders in urbanen Gebieten. Neben Geldverdienen und beruflicher Laufbahn bleibt zum Kindergroßziehen oder Pflegen der Angehörigen oftmals einfach keine Zeit mehr. Das ist in unseren Augen kein Fortschritt, sondern Ausdruck des Politikversagens. Die familienfeindliche Politik der Altparteien hat zuerst die Großfamilie und nun die Kleinfamilie zu unattraktiven, finanziell und tatsächlich benachteiligten Auslaufmodellen verkommen lassen. Wir wollen diese Benachteiligung der Familien gegenüber kinderlosen Paaren beenden und so die Gründung von Familien mit Kindern gerade für junge Menschen wieder attraktiv machen. Die Junge Alternative Thüringen unterstützt und befürwortet das klassische Familienbild, bestehend aus Vater, Mutter und Kindern. Wünschenswert ist, dass sich die Drei-Kind-Familie wieder als Regelfall etabliert. Mütter oder Väter mit ihren Kindern sollten wieder häufiger das Straßen- und Stadtbild prägen. Bei der individuellen Familienplanung und Kindeserziehung hat der Staat sich jedoch weitestgehend herauszuhalten. Niemals darf der Staat freiwillige Beziehungsmodelle zwischen Erwachsenen oder Erziehungsmodelle von Kindern beeinträchtigen oder als Mittel der Familienpolitik repressiv behandeln. Ausnahmen gebieten der Jugendschutz und das Prinzip des Vorrangs des Kindeswohls, welches nach grundgesetzlicher Bestimmung durch die Gemeinschaft überwacht werden soll. Der Staat muss Anreize für junge Paare bieten, Kinder in die Welt zu setzen, weil nur ein Mehr an Kindern die demografische Katastrophe verhindern kann. Dazu muss der Staat die Familien- und die Elternverantwortung unterstützen statt sie zu behindern.